Unser Tipp: Europas letzte Wildpferdebahn

Etwa 12 km westlich von Dülmen ist die einzig verbliebene Wildpferdebahn auf dem europäischen Kontinent beheimatet – im Merfelder Bruch, einem weitläufigen Moor- und Heidegebiet. Mitte des 19. Jahrhunderts schufen die Herzöge von Croÿ den Tieren hier ein Reservat und retteten so die Dülmener Wildpferde vor dem Aussterben.

Im eingezäunten Gehege (400 ha) sind die circa 400 Pferde sich selbst überlassen. Die weitläufige Wildbahn bietet den Wildpferden ein abwechslungsreiches Nahrungsangebot. In den Wintermonaten werden die Pferde an einigen Futterstellen mit Heu versorgt. Heute ist die Wildpferdebahn im Merfelder Bruch ein Naturschutzgebiet mit der Herde als wesentlichem Bestandteil.

Wildpferdefohlen © Stadt Dülmen

Wildpferdefohlen © Stadt Dülmen

Die Wildpferdebahn im Merfelder Bruch ist für Besucher in der Zeit von März bis zum 1. November an Wochenenden und Feiertagen in NRW bei schönem Wetter von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Auf einem Rundgang kann die friedlich grasende Herde mit den spielenden Fohlen beobachtet und das instinktive Verhalten der Tiere im Herdenverband studiert werden.

Wildpferdefang

Am letzten Samstag im Mai lockt der traditionelle Wildpferdefang Tausende von Besuchern in die Wildbahn. Seit 1907 werden an diesem Tag die Jährlingshengste eingefangen. Hierfür werden die Wildpferde in die Arena getrieben. Im Anschluss an den Fang werden die Jährlingshengste versteigert.

Wildpferdefang © Stadt Dülmen

Wildpferdefang © Stadt Dülmen

Der Dülmener Wildling ist als Reitpferd und zum Kutschfahren beliebt.

Informationen zum Kartenvorverkauf: www.wildpferde.de